Der Gotthard-Basistunnel schreibt Eisenbahngeschichte

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Der Gotthard-Basistunnel: Eine Pionierleistung in der Geschichte der Schweizer Eisenbahn

Die Durchtunnelung des Gotthardmassivs war gegen Ende des 19. Jahrhunderts das ehrgeizigste Eisenbahnprojekt der damaligen Zeit. Realisiert wurde die technische und logistische Meisterleistung durch die Firma des Ingenieurs und Geschäftsmannes Louis Favré und die 1871 in Luzern gegründete Gotthardbahn-Gesellschaft. Der Bau der Werksanlagen begann im September 1872 in Göschenen wie auch in Airolo. Und am 1. Januar 1882 erblickte schließlich die kürzeste Bahnverbindung über die Alpen das Licht der Welt: Der 15 Kilometer lange Gotthardtunnel wurde eröffnet. Der Zugverkehr entwickelte sich in den kommenden Jahren sehr erfolgreich – dabei fielen die Gewinne aus dem Gütertransport deutlich höher aus als die Gewinne aus dem Personenverkehr. 1904 kündigte der Schweizer Bundesrat, wie vertraglich vorgesehen, den Rückkauf der wichtigsten Bahnen an – im Mai 1909 ging der Eisenbahnbetrieb der Gotthardbahn schließlich in die Hände Schweizerischen Bundesbahn über.

Die Schweiz schreibt erneut Geschichte: Der Gotthard-Basistunnel ist der längste Eisenbahntunnel weltweit

Wohl kaum eine andere Nation ist so begeistert vom Reisen mit der Eisenbahn wie die Schweiz. Kein Wunder also, dass die Schweizer mit circa 2.300 Schienenkilometern pro Person und Jahr auch als die absoluten Weltmeister des Bahnreisens gelten und sich schon bald auf einen weiteren Meilenstein freuen können. Denn nach 17 Jahren Bauzeit verbinden sich im Herzen Europas der Norden und der Süden des Kontinents auf einer einzigartigen Bahnroute – mit dem Gotthard-Basistunnel wird auf einer Strecke von 57 Kilometern ein neuer Rekord in der Geschichte der Eisenbahn aufgestellt. Dabei waren in der heißen Bauphase bis zu 2.400 Arbeitskräfte an der Realisierung des Tunnels beteiligt, in jeweils drei Arbeitsschichten rund um die Uhr.

Das ambitionierte Projekt hatte eine längere Vorlaufgeschichte. Im November 1998 sorgte ein Volksentscheid dafür, dass die Finanzierung der ‚Neuen Eisenbahn-Alpentransversale‘ (NEAT) auf einen langen Zeitraum gesichert wurde. Der FinöV-Fonds war geboren. Drei unterschiedliche Finanzquellen garantierten eine solide, finanzielle Basis: Die Mineralölsteuer mit 10 Prozent, die Mehrwertsteuer mit 30 Prozent sowie die Schwerverkehrsabgabe LSVA mit 60 Prozent der Einnahmen. Die Kosten für das Kernstück des Gotthard-Basistunnels belaufen sich auf rund 12,2 Milliarden Franken.

Die NEAT besteht nicht nur aus dem Gotthard-Basistunnel

Eine Flachbahn durch die Schweizer Alpen ohne grosse Steigungen zu bauen ist schon ein langer Wunsch von der verladenen Wirtschaft. Aber durch welchen Berg sollte ein solches Jahrhundert Projekt gebaut werden? Nach und nach reift das NEAT Projekt in der Schweizer Politküche, bis eine Abstimmungsreive vorläge dem Folk vorgelegt werden konnte. Mit dem Ja zur NEAT war es noch lange nicht getan. Um so genauer geplant wurde,um so teuerer wurde das ganze. So wurden sehr viel Regionale Zubringer Ausbauten gestrichen, es müssen doch einige Kröten geschluckt werden, so wurde z.B. der Anschluss der Ostschweiz fast ganz aus dem Programm gestrichen, nur ein paar Doppelspur Ausbauten blieben. Oder die Lötschberg Kantone müssen zähne knirschend zusehen wie die Lutschberg Simpson Achse teilweise nur einspurig gebaut wurde. Mit sollen Massennahmen wolle man die ganze NEAT Finanziell verkraftbar für die Schweiz machen, den das ganze vorhaben Finanziert die Schweiz selber ohne einen Euro aus Brüssel zu erhalten.

Was bringt uns der neue Tunnel eigentlich?

Ober der Gotthard-Basistunnel die Kosten die er verursacht hat, jemals in Profit umwandeln kann, wird wohl fraglich sein, den die Wenigsten Eisenbahnstrecken sind wirklich Profitabel und kommen ohne weitere Subventionen des Staates aus. Man kann sicherlich froh sein wenn es eine schwarze Null im Betrieb gibt, aber die Invasionen mit den aufgelaufenen Zinsen wird wohl kaum herausgefahren werden können.

Sicherlich hofft man das mit dem Basistunnel der verkehr auf der Gotthard Autobahn abnimmt und somit weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Aber gleichzeitig sollte man auch Realist sein, das es extrem schwierig wird den Güterverkehr von der Starasse auf die Schienen zu bringen. Damit verkehr von der Strasse auf die Schiene wechselt müssen gute Logistikkonzepte entwickelt werden die schon bei unseren Nachbarländen anfangen Kunden Enden, darum ist es unverzichtbar das Deutschland und Italien Ihre Bahninfrastruktur auf die NEAT abstimmen.

Nicht nur der Güterverkehr profitiert von der NEAT auch der Personenverkehr profitiert davon. So wird der ICN von Zürich nach Lugano rund eine Halbe Stunde wenige unterwegs sein, mit den Ceneri Basistunnel wird die Fahrzeit gewinn noch grösser werden und das Tessin rück ein Stück näher an das Wirtschaftszentrum Zürich heran.

Sicherlich wird der Tessiner Tourismus vom neuen Gotthardtunnel profitieren, ob die Touristen wieder öfters Ferien im Tessin machen oder nur einen Tages Auslug machen hängst sehr stark von Angebot ab wo die Tessiner Tourismus Verantwortlichen den Kunden machen.

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Felix Meier, Webmaster

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