Mittelthurgaubahn auf dem Bussnangerviadukt

Die Mittelthurgaubahn war eine Privatbahn die im Bodensee Raum  aktiv war. 

 

Die wechselvolle Geschichte einer Ostschweizer Regionalbahn, die nie eine Typisch Schweizerische Privatbahn war. Den Ihre Züge verkehrten über die Landesgrenze ins Badische Konstanz und weiter nach Engen, betrieb eine kurze Deutsche Bahnstrecke und trotze der Schweizerischen Bundesbahn eine Linie ab.
Im Güterverkehr erlangte die MThB beziehungsweise ihre Tochtergesellschaft Lokoop AG im Schweizer Ganzzugsmarkt einen rechten Marktanteil. So beförderte Sie, Ganzzügen der Schweizerischen Post und ein grossen Anteil an Mineralölzügen.
Zusammen mit der Benachbarten Frauenfeld Wil Bahn besassen sie das Reisebüromittelthurgau. Die neben dem Rotendopelpfeil auch den Nostalgie Orient Express betrieb. Nach dem Zusammenbruch des Reisebüros übernahm die MThB die Bahnspezifischen Angebote, wie Roterpfeil und Orientexpress.
Leider reichen gute Ideen nicht um erfolgreich am Markt sich zu behaupten. 2001 geriet zuerst das Reisebüro in Schwierigkeiten und danach die Mittelthurgaubahn selbst.

 

Stammlinie Wil – Kreuzungen

BetriebseröffnungKreuzlingen – Konstanz (eröffnet durch SNB)17. Juli 1875
Wil – Kreuzlingen20. Dezember 1912
ElektrifikationKreuzlingen – Konstanz (durch SBB)27. Mai 1962
Wil – Kreuzlingen24. September 1965
BetriebsartAdhäsionsbahn
Spurweite1435 mm (Normalspur)
Stromsystem15 kV 16,7 Hz Wechselstrom
Betriebslänge42.220 km
Grösste Steigung22 ‰
Bahnhöfe und Haltestellen19

Stammlinie Wil – Kreuzungen

Wil
Bronschhofen
Bronschhofen AMP
Bettwiesen
Tägerschen
Tobel-Affeltrangen
Märwil
Oppikon
Bussnang
Weinfelden SüdDienststation
Weinfelden
Kelhof
Berg
AltishausenÖl-Bahnhof
Siegershausen
Lengwil
Kreuzlingen Bernrain
Tägerwilen Dorf
Kreuzlingen
Konstanz

MThB im Zeitraffer

11. August 1890

Gründung Initiativkomitee in Kreuzlingen

14 November 1901

Einreichung Konzession Gesuch

19. Dezember1902

Erteilung Konzession

24. Dezember1903

Das Staatsministerium des Großherzogtum Baden sichert dem Initiativkomitee die einfahrt in den Bahnhof Konstanz zu

1906

Vereinbarung für einen 15 Jährigen betriebsvertrag mit der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft in Köln, Verhandlungen mit Kanton und Gemeinden über zeichnen von Aktien

28. April 1908

Gründung der Mittel-Thurgau-Bahn Gesellschaft (MThB) mit Sitz in Weinfelden

10. September 1909

Erster Spatenstich zwischen Weinfelden und der Thur

31. März 1910

Baubeginn Bussnanger-Viadukt

18. Dezember 1911

Eröffnungsfeier der Mittelthurgau Bahn

20. Dezember 1911

Aufnahme des offiziellen Fahplanmässigen Betrieb

1.Juli 1912

Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur lieferte die ersten eigenen Dampflokomotiven für die MThB ab.

31. Januar 1931

Betriebsvertrag läuft aus. Neuer Betriebsvertag mit Vereinigte Kleinbahnen Aktiengesellschaft in Berlin, sie ist die Rechtsnachfolgerin der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft.

1931

Die Vereinigten Kleinbahnen AG verkauften ihre Beteiligung an der Mittel – Thurgau- Bahn an das Rotterdamer Unternehmen.

1937

Das Niederländische Unternehmen wird liquidiert, die Beteiligungen an der MThB gehen teilweise an die Aktiengesellschaft für Verkehrswesen in Berlin und an eine Südafrikanische Firma. Zeitweise wurden Inhaberaktien in London bei der Midland Bank Ltd. Kodiert.

August / September 1939                

Betriebsvertrag wird mit der VKA sistiert

20.12.1941

Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel
Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel

Erster „eigener“ Dieseltriebwagen geht in Betrieb

1943

Die Sistierung, des Betriebsvertrag mit der Vereinigten Kleinbahnen AG wird aufgehoben.

1. Januar 1950

Heinrich Hürlimann der zugleich Direktor der benachbarten Frauenfeld Wil Bahn war, übernahm die Betriebsleitung der Mittelthurgau Bahn

Ende 1950

Der Betriebsführungsvertrag mit der Vereinigten Kleinbahnen AG wird gelöst.

24. September 1965

Offizielle Inbetriebnahme des elektrischen Betrieb der Mittelthurgau Bahn

29. Mail 1994

Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel
Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel

Die Hegau Bodensee Bahn, bekannt unter dem Namen Seehas nimmt den Betrieb auf der Strecke Konstanz, Radolfzell, Singen nach Engen auf.

27. August 1996

Das deutsche Eisenbahn-Bundesamt erteilt der Mittelthurgau Bahn (Deutschland) GmbH die Zulassung als Eisenbahn Verkehrsunternehmung

2. September 1996

Im Auftrag des Landkreis Konstanz wird das Seehäsle In Betrieb genommen.

1.Juni 1997

Mittelthurgau Bahn übernimmt von der SBB, die Strecke von Schaffhausen nach Romanshorn sie ist ein Teil der sogenannten Seelinie.

1.Juni 1997

Neue Haltestell Tägerschen zwischen Bettwiesen und Tobel-Affeltrangen in betrieb genommen

1.November 2000

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GTW in Weinfelden

Ankündigung von SBB und MThB für eine gemeinsame Tochtergesellschaft

15. Dezember 2002

Thurbo AG übernimmt MThB Stammlinie inklusiv Depot in Weinfelden.

1.August 2003

SBB übernimmt von der Thurbo AG die Depotwerkstatt der ehemaligen Mittelthurgaubahn in Weinfelden

28. Dezember 2006

Die Mittelthurgaubahn AG wird aus dem Handelsregister gelöscht.

Ende Oktober 2007

Schliessung des ehemaligen Depot, der MThB das nach dem Zusammenbruch von der Thurbo und später von den SBB weiterbetrieben wurde. Der Unterhalt an den Gelenktriebwagen der Thurbo AG, wird in Oberwinterthur Konzentriert.