50 Jahre elektrischen Betrieb

ABDe 4/4 Triebwagen MThB
MThB Triebwagen ABDe 4/4, Foto: Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel

Es ist nun ein Halbes Jahrhundert her seit die Mittelthurgaubahn ihren elektrischen Betrieb aufgenommen hat. Die Bahnstrecke von Wil SG über Weinenden nach Kreuzungen wurde 1911 in Betrieb genommen und eine der letzten Bahnlinien der Schweiz elektrifiziert. Die Eröffnungsfeier für den elektrischen Betrieb fanden am 24. September 1965 statt.

Langer Weg bis zum elektrischen Betrieb

Die MThB ist nicht nur bei der Umstellung auf elektrischer Energie eines der letzten Bahnunternehmen der Schweiz gewesen, sondern auch beim Bau der Bahnlinie war die Linie auch eher einen der letzten größeren Bahnunternehmen. So erstaunt es nicht das schon beim Bau der Mittelhurgaubahn über den elektrischen Betrieb nachgedacht wurde.

Die verantwortlichen Organe der MThB entschieden sich, die Strecke nicht zu elektrifizieren. Aber ein kleines Hintertürchen hatten sie sich offen gelassen den die Bahnlinie wurde so gebaut das die Strecke ohne grösseren aufwand später elektrifiziert werden kann. Aus später wurden dan mehr als ein Halbes Jahrhundert.

[notification type=”alert-info” close=”false” ]Zur Zeit als die Mittelthurgaubahn gebaut wurde, gab es in der Schweiz doch schon einige Eisenbahnlinien die elektrisch Betrieben wurden. Meist waren es Schmalspurbahn die mit Gleichstrom betrieben wurden.Bahnlinien die mit Wechselstrom betrieben wurden, waren zur dieser Zeit nur sehr wenige vorhanden. Somit kann man es auch ihren wie verstehen das die Uhrgrossväter nicht vorpreschen wollen bei einer Linie die so eng mit dem SBB Netzt verknüpft ist. Es gibt ein paar Normalspurbahnen die vor den SBB den elektrischen Betrieb aufgenommen hatten und dann Ihre Bahnlinie auf das SBB System umrüsten. [/notification]

Der elektrische Betrieb lässt auf sich warten

Die Frage die Mittethurgaubahn zu elektrifizieren wurde öfters im Verwaltungsrat diskutiert so auch nach den ersten Weltkrieg mit der grossen Teuerung wo die Kohlepreise in die höhe geschneit sind. Entschied die MThB im Gegensatz zur Frauenfeld Wil Bahn ihre Bahnlinie nicht zu eltrifizieren, da die Kohlepreis Anfang der 20er Jahre wieder gesunken sind. So schnauften die vier SLM Dampflocks weiter durch den Thurgau.

Die Kosten müssen runter

In den 30er Jahren merke die Bahn die Strassenkonkurrenz um Wettbewerbsfähig zu werden wurde zum Dieselwagen Betrieb umgestellt. Ende der 30er Jahre konnte die Mittelthurgaubahn ein Fahrzeug unter Vermittlung der Betriebsführenden Vereinigten Kleinbahnen Aktiengesellschaft leihen.

Mit diesem Dieseltriebwagen konnte der Personenverkehr kostengünstiger durchgeführt werden. Der Verwaltungsrat beschloss kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs die Anschaffung von zwei solchen Fahrzeugen.

Wenn man bedenkt das sehr viel Eisenbahnlinien um den zweiten Weltkrieg den elektrischen Betrieb aufgenommen haben ein nicht ganz nachvollziehbarer entschied. Ich denke wenn nur ein Jahr später über dieses Anschaffung beraten worden wäre, könnte es gut sein das sich die Bahn für den elektrischen Betrieb entschieden hätte.[/notification]

Es bleibt bei Diesel

Mit der Beschaffung der beiden Dieseltriebwagen konnte man den Personenverkehr modernisieren. Schon nach wenigen Jahren wurden die Fahrzeuge Pannenanfällig, so das der Unterhalt der Fahrzeug in der Nacht durchgeführt werden musste, so das die Triebwagen am Tag in Einsatz stehen konnten.

Nach dem zweiten Weltkrieg wuchs der Strassenverkehr wieder an, die Bahn hatte wieder eine Konkurrenz neben der Schiene. So verwundert es auch nicht das auch über die Umstellung der Bahn auf Busbetrieb nach gedacht wurde. Bis der entscheid über die Einstellung oder Modernisierung der Bahn gefallen ist musste die Bahn ihren Betrieb aufrecht erhalten. Um die beiden Dieseltriebwagen zu entlasten wurde anfangs der 50er Jahr ein drittes Fahrzeug angeschafft.

Da der Entscheid über den elektrischen Betrieb immer noch auf sich warten lässt und die Ban mehr Personen zu befördern hatte. Wurden dann bitte der 50er Jahre noch zwei Dieseltriebwagen angeschafft.

Endlich geht es Vorwärz

Mit den Dieseltriebwagen könnt man den Personenverkehr sicherlich modernisieren und war sicherlich attraktiver wie eine Dampfbahn. Für den Güterverkehr blieb alles bei Dampfbetrieb, die MThB verfügte über nur wenige Dampflokomotiven sie musste einige Altfahrzeuge bei den SBB erwerben und zeitweise auch Fahrzeuge bei der deutschen Bundesbahn Mieten.

Mitte der 50er geht es vorwärts so war geplant die Mittelthurgaubahn bis 1960 zu elektrifizieren. Dieser Plan Musse um einige Jahre nach hinten geschoben werden. Dank dem neuen Eisenbahn gesetzt von 1957 fand man für den Übergang zum elektrischen Betrieb eine Finanzierung Möglichkeit.

Nun ist es soweit

Im September 1965 konnte die Mittelthurgaubahn endlich ihren elektrischen Betrieb offiziell aufnehmen. DieMThB beschaffte auf diesen Zeitpunkt  fünf Triebwagen ABDe 4/4 und zwei Steuerwagen an, sie übernahmen den ganzen verkehr auf der Bahnlinie. Mit dem stetigen Zuwachs im Güterverkehr mussten die “alten” Dieseltriebwagen öfters in die Lücke springen mit der Anschaffung einen Lokomotive 1969 wurden die Dieseltriebwagen Entbehrlich.

 

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Felix Meier, Webmaster

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